Zwergwuchs bei Katzen ist ein Zustand, der durch genetische Anomalien verursacht wird, die zu verkümmertem Wachstum und abnormalen Körperproportionen bei Katzen führen. Im Gegensatz zu anderen Varianten kleiner Katzen sind Katzenzwerge oft mit zahlreichen Gesundheitsproblemen verbunden. Zwergwuchs bei Katzen kann eine Folge genetischer Unfälle sein, aber es gibt auch einige Katzenrassen, die selektiv gezüchtet werden, um diesen Zustand zu fördern. Lesen Sie weiter, um ein grundlegendes Verständnis dieses potenziell schädlichen Gendefekts zu erlangen.

Was genau ist Katzenzwergwuchs?

Es gibt drei verschiedene Arten von kleinen Katzen: Zwergkatzen, Miniaturkatzen und Teetassenkatzen. Der Zwergwuchs bei Katzen ist ein seltener genetischer Defekt, der zur Entwicklung von unproportionalen und unterdimensionierten erwachsenen Katzen führt. Der Defekt wird oft missverstanden und mit Miniatur- und Teetassenkatzen verwechselt, die manchmal fälschlicherweise als Zwerge eingestuft werden. Miniatur- und Teetassenkatzen sind jedoch trotz ihrer Untergröße Katzen mit normalen Katzenproportionen.

Echte Zwergkatzen leiden an Achondroplasie, der häufigsten Form der Osteochondrodysplasie. Bei der Achondroplasie handelt es sich um eine genetisch bedingte Knochen- und Knorpelerkrankung, die dazu führt, dass eine Katze zwar einen normal großen Körper, aber unverhältnismäßig kurze und dicke Beine und einen großen Kopf hat. Beim Menschen wurde eine Mutation im FGFR3-Gen mit vererbtem Kleinwuchs in Verbindung gebracht. Diese Mutation bewirkt, dass das entsprechende Protein übermäßig aktiv ist, was die Entwicklung des Skeletts beeinträchtigt. Es gibt jedoch noch viele ungelöste Rätsel in Bezug auf den menschlichen Zwergwuchs, und viele Fakten über den katzenartigen Zwergwuchs sind ebenfalls noch unbekannt.

Weitere Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem katzenartigen Zwergwuchs

Zu den weiteren Symptomen der Achondroplasie gehören ein zu kleiner Kiefer, dick aussehende Gelenke, eine gekrümmte Wirbelsäule und eine krummbeinige Haltung. Zwergkatzen können manchmal auch Probleme wie Herz- oder Lungenprobleme, Mobilitätsschwierigkeiten und neurologische Probleme haben. Denken Sie daran, dass alle Zwergkatzen zu Fettleibigkeit neigen, und wegen der Schwere ihrer Diagnose ist es wichtig, ihr Gewicht unter Kontrolle zu halten. Diese Katzen benötigen besondere Pflege und strenge Überwachung. Extreme Fälle von Zwergwuchs bei Katzen werden manchmal auch als Permakätzchen bezeichnet. Perma-Kätzchen, kurz für permanente Kätzchen, sind Fälle von Zwergwuchs bei Katzen, die in der Regel mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen einhergehen. Die berühmten Internet-Sensationen Lil Bub und Grumpy Cat sind beide Permakätzchen, die dazu beitragen, das Bewusstsein für diese ernste Erkrankung zu schärfen.

Zwergwüchsige Rassen

Die Ethik der selektiven Zucht, die möglicherweise Zwergwuchs fördert, wird weltweit heiß diskutiert. Die Munchkin-Katze wird oft als die ursprüngliche Zwergrasse genannt. Das liegt daran, dass die natürlich vorkommende Mutation, die bei dieser Rasse zu kurzen Beinen führt, ursprünglich als Ursache für Achondroplasie angesehen wurde. Achondroplasie geht jedoch mit vergrößerten Köpfen und kurzen Beinen einher – eine Kombination von Merkmalen, die bei Munchkins nicht beobachtet wird. Stattdessen wird die bei der Munchkin-Katze beobachtete Erkrankung als Pseudoachondroplasie bezeichnet. Ähnlich wie bei der Achondroplasie handelt es sich auch bei der Pseudoachondroplasie um eine Störung des Knochenwachstums, jedoch ohne die charakteristischen Gesichtszüge.

Da viele befürchten, dass diese Deformität ernsthafte Probleme für Munchkin-Katzen mit sich bringen könnte, wurde die Rasse seit ihrer Anerkennung durch die TICA im Jahr 1995 sehr kontrovers diskutiert. Es gibt zwar keine Beweise dafür, dass die Rasse an Gelenk- oder Knochenproblemen leidet, aber einem Bericht aus dem Jahr 2008 zufolge gibt es zwei Erkrankungen, die bei der Rasse möglicherweise häufiger auftreten: Lordose (übermäßige Krümmung der Wirbelsäule) und Pectus excavatum (ausgehöhlte Brust) (Wedderbum, 2008). Andere Rassen, die mit der Munchkin verwandt sind, sind Napoleon (Perser x Munchkin), Skookum (LaPerm x Munchkin) sowie Bambino und Minskin (verschiedene Rassen, die beide durch Kreuzung von Sphynx und Munchkin entstanden sind).

Zwergwuchs bei Katzen ist ein sehr komplexer und missverstandener Aspekt der Katzengesundheit und -pflege. Während noch viele Geheimnisse gelüftet werden müssen, hoffen wir, zu einer besseren Pflege aller Katzen beizutragen, indem wir unsere Leser mit dem wenigen Wissen versorgen, das die Wissenschaft bieten kann.

Zitate:

1. Wedderburn, Pete (Oktober 2008). „Katzenrassen – Trophäen mit versteckten Problemen“. Journal of Small Animal Practice. BSAVA Companion. 49 (10): 7-9. doi:10.1111/j.1748-5827.2008.00680.x

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